Allgemein

Sigma Roadster + Cuberider Set im Vergleich

Sigma Roadster + Cuberider Set im TestSportler benötigen eine leistungsfähige Beleuchtung für längere Trainingsfahrt. Das Roadster + Cuberider Set wurde extra für diesen Anlass entwickelt. So darf es auf deutschen Straßen nur mit Rennrädern, die weniger als elf Kilogramm wiegen, genutzt werden. Wir haben es auf Herz und Nieren getestet.

Verpackung und Lieferumfang
Die Verpackung des Roadster + Cuberider Sets, das von Sigma Sport angeboten wird, ist durchschnittlich, reicht aber aus. Im Lieferumfang enthalten sind die beiden Leuchten, eine Halterung für die vordere LED, Kabelbinder für die hintere Leuchte sowie zwei AA-Batterien.

Qualität und Verarbeitung
Sigma Sport lobt sich beim Roadster + Cuberider Set selbst für die „robuste und flexible Halterung“ der Cuberider: Gemeint ist damit die Heck-Leuchte. Tatsächlich sind damit die Kabelbinder gemeint, die ihren Job zweckmäßig erfüllen, aber nichts besonderes sind. Lobenswerter ist vielmehr die Halterung der Front-LED – also der Roadster. Diese ist tatsächlich stabil, aber sehr einfach zu bedienen.

Die Leuchten selbst sind durchaus edel verarbeitet und wirken schon beim ersten Anfassen so, als zeichne sie eine lange Lebensdauer aus. Allerdings gilt auch hier: Der Eindruck der vorderen Leuchte ist besser als der für das rückwärtige Licht. Die Batterien sind solider Durchschnitt. Ihr großer Vorteil ist es, dass man sie in jedem Supermarkt nachkaufen kann.

Befestigung
Beim Versuch, die Leuchten zu befestigen, bestätigte sich der ersten Eindruck. Die Roadster-Leuchte kann man sehr leicht am Rad anbringen. Hierbei fällt vor allem der seitliche Klickverschluss, mit dem man die Leuchte schnell aus der Halterung nehmen und wieder befestigen kann, angenehm auf. Weniger Spaß machte die Befestigung der Heckleuchte des Roadster + Cuberider Sets. Es dauert einige Zeit, bis die Leuchte wirklich fixiert ist. Kaum jemand dürfte Lust haben, die Cuberider regelmäßig aus den Kabelbindern zu entfernen, wenn er das Rad abstellt. Geübte Hände müssen etwa zehn Minuten einplanen, um beide Leuchten so zu befestigen, dass die Halterung den eigenen Ansprüchen genügt. Ungeübte Radfahrer werden mehr Zeit benötigen.

Ausstattung und Funktionen
Sigma Sport spendierte der Roadster-LED zwei Funktionen. Die stärkere von beiden ist wirklich sehr hell und dürfte auch im dunklen Wald ein sicheres Licht schenken. Die schwächere Funktion eignet sich sehr gut für den Stadtverkehr. Die Leuchten werden durch einen Klick-Schalter an und ausgeschaltet. Spannend dabei: Die LED gibt eine taktile Rückmeldung.

Da ein Teil unserer Testfahrten (leider) im Regen stattfanden, können wir zudem bestätigen, dass das Roadster + Cuberider Set tatsächlich wasserdicht ist. Man kann die Leuchten zudem sehr einfach mit einem feuchten Tuch säubern, wenn sich zu viel Schmutz auf diesen angesammelt hat. Der Batteriewechsel geht leicht von der Hand und zwar für beide Lampen des Sets. Hierfür ist tatsächlich, wie auch vom Hersteller angegeben, kein besonderes Set notwendig.

Leuchtweite
Die Leuchtkraft des Roadster + Cuberider Sets beträgt 16 LUX. Die Leuchtweite beträgt dabei etwa 25 Meter, was zwar nicht besonders gut, aber ausreichend ist. Zudem wird man etwa aus 50 Meter Entfernung aus beiden Richtungen gut gesehen. Dieser Testteil war sinnbildlich für unsere gesamte Untersuchung: Das Roadster + Cuberider Set schlug sich solide bis gut, war jedoch nicht überragend.

Akkulaufzeit
Die Batterien für die Roadster-LED halten 20 Stunden, was Durchschnitt. Deutlich länger darf man sich über die Leistung der Rückseite freuen: Hier kommt die Leuchte auf 60 Stunden, was einen sehr guten Wert darstellt. Es war einer der wenige Bestandteile unseres Tests, in dem die Cuberider positiver als die Roadster auffiel. Wer die Leuchten regelmäßig in Gebrauch hat, sollte daran denken, immer ein paar Batterien für die Vorderseite einzustecken.

Zuverlässigkeit
Das Roadster + Cuberider Set überzeugte in der Frage der Zuverlässigkeit voll und ganz. Die Leuchten wurden erst schwächer, als die Batterie-Kraft nachließ. Schwierigkeiten mit dem Material und technische Probleme anderer Natur traten nicht auf. Um sicherzugehen, dass wir bei unseren Testfahrten nicht die Ausnahme von der Regel erlebten, haben wir noch einige weitere Testberichte genau unter die Lupe genommen: Nirgendwo wurden technische Probleme erwähnt. Die Zuverlässigkeit ist deshalb in vollem Umfang gegeben. Das Roadster + Cuberider Set ist eine Investition, von der man auch mittel- und langfristig profitiert.

Vorteile
+ Gute Leistung
+ Einfache Montage der Frontleuchte
+ Lieferumfang enthält alle für den Betrieb nötigen Bestandteile
+ Wasserdicht
+ Überzeugende Zuverlässigkeit

Nachteile
– Kein Schnäppchenpreis
– Straßenzulassung nur für leuchte Rennräder
– Halterung der Heckleuchte nicht optimal gelöst

Fazit: Nützliche Leuchten
Das Roadster + Cuberider Set enthält nicht die besten Leuchten, die wir je getestet haben. Insbesondere bei der Heckleuchte hätte man einige bessere Lösungen unserer Ansicht nach finden können. Bedauerlich ist es auch, dass die Leuchten keine generelle Straßenzulassung bieten können. Allerdings hat das Set in keiner Frage enttäuscht und schnitt immer wieder (z.B. bei der Zuverlässigkeit) sogar sehr gut ab. Wir geben deshalb vier von fünf Punkten. Im Klartext lautet unsere Botschaft: Wer das Roadster + Cuberider Set für sein Rennrad erwirbt, macht mit Sicherheit keinen Fehler. Wer Wert darauf legt, dass Preis und Leistung in einem angemessenen Verhältnis stehen, sollte zu den beiden Leuchten im Set von Sigma Sport greifen. Allerdings gilt definitiv, dass jeder, der beste Qualität sucht, zwar mehr ausgeben muss, aber fündig wird.

Ähnliche Beiträge